Aktuelle Anekdote – aus Dresden

Anläßlich des Tages der Einheit 2007 wurde in Berlin eine vergoldete Büste des Altbundeskanzlers Kohl vorgestellt. Das war aber, worauf Insider ausdrücklich verweisen, keine Anspielung auf schwarze vergoldete Kassen.

KAISER VON CHINA TRIFFT BUNDESKANZLER

Als die DDR in den letzten Zügen lag, will sagen, die letzten mit den Tausenden Flüchtlingen aus Prag über Dresden in die Bundesrepublik durchgeschleust wurden, war es noch gar nicht solange her, da sich folgendes ereignet hatte.

Bundeskanzler Helmut Kohl war auf besonderen Wunsch inkognito zu einem Privatbesuch nach Dresden gereist. Bei Honecker war angefragt worden, ob das ohne Medienmeldungen möglich wäre. Die DDR – Regierung hielt das Versprechen umsolieber, da ihr an keinen Ovationen für einen bundesdeutschen Kanzler gelegen war. Der viele Jahre vorher stattgefundene spontane Empfang für Willy Brandt und nicht den ihn begleitenden DDR – ministerpräsident Stoph in Erfurt hatte tiefe publizistische Narben hinterlassen.

Also reiste der künftige Vater der Einheit, für manchen, der sich bis heute nicht zurechtfand, leider ein Stiefvater geblieben, sozusagen als sein eigenes Vorauskommando in den künftigen Machtbereich. Auf der Prager Straße, einst die Kö von Elbflorenz, kam er mit einem, wie auch anders, denn man war je mittendrin, waschschechten und deshalb auch neugierigen Sachsen ins Gespräch. Man palvaverte hin und her, politisierte ein wenig. Der Sachse, im sogenannten > Tal der Ahnungslosen wohnhaft, weil ohne Empfang westlicher Fernsehsender , wußte anscheinend nicht, wen er vor sich hatte. Als die Begleitung seines Gegenübers nach einem recht ausgedehnten gesamtdeutschen Meinungsaustausch zum Aufbruch drängte, konnte er es sich nicht verkneifen zu fragen: > Sachn Se mal, mit wem denn habsch die Ähre gehabbt ? < Ein wenig verwundert über diese Frage antwortete der Publicity verwöhnte Gefragte: > Ich bin Dr. Helmut Kohl, der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ! < Das wiederum löste ein zweifelndes Grinsen aus. > Ei verbibbsch ! Also feiche bisde ooch, weil de deinn richtschn Name nich uffn Bräsentierdeller von Horch und Gugg,, nämlich der Schtasi, leechen dust.< Und nach kurzem, durchaus höflichen Zögern fügte er gelassen hinzu:.> Na meindwächn, dann binch ehmd der Gaiser von Schina<. Drehte sich nun doch leicht verärgert auf seinem Bunaabsatz um und verschwand tief beleidigt in der Menge, nachdem er sich noch einmal mit geringschätziger Geste umgedreht hatte. > Der Wessi is bei mir geschtorm: < schimpfte er.

Der tat es bekanntlich nicht und wurde sein erster Bundeskanzler. Leider hat sich der > Gaiser von Schina< nie wieder gemeldet. Der Beschreibung nach könnte auch er noch leben. Vielleicht meldet er sich doch noch..

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