Ich darf doch bitten, Herren und Damen Präsidenten aller Couleur,

ja, das war wirklich Ihre Woche, von denen wir sonst nicht wissen, wie Sie die bei so vielen Helfern mit eigener Arbeit über die Runden kriegen.

Fangen wir mal mit den PräsidentiNNen an, die dem Vernehmen nach noch den größten Teil ihrer Arbeit selbst machen müssen. Aber Sie sind diesmal gar nicht dazu gekommen vor Bibbern und Zittern. Nun hat die Henne, Verzeihung Frau Schawan, endlich ihre sechs  nächsten gelegt, nachdem als Ergebnis des ersten Brütens bereits zweimal  München und einmal Karlsruhe feststanden.. Als weitere sechs Eliteuniversitäten Deutschlands wurden anerkannt: Aachen, Göttingen, Heidelberg, Konstanz, Berlin (FU) und Freiburg. Es sind goldene Eier, denn sie bedeuten fünf Jahre lang fette Millionen zusätzlicher Fördergelder. Nun fördern sie erst mal den Neid der > Sitzenbleiber<.

Dass wieder nicht eine Uni aus dem > Beitrittsgebiet< Ost  dabei war, nur einem hartgesottenen Ossi ärgert das?  Wie sollten die Unis dort denn auch, wo doch alle wichtigen Posten von Professoren aus dem Westen längst okkupiert sind. Mehr Förderung ist nicht drin, falls es nicht vornehmlich die zweite Garnitur war. Schluß mit dieser linken Hetze von wieder mal Gelinkten.

Und was war sonst noch los im präsidialen Welttheater?

Von den anderen Präsidenten dieser Woche gibt es weniger gute Nachrichten oder solche, die unserer Welt einen Ruck in eine bessere geben könnten.

Die Komödie: Monsieur President im Champs-Élysées-Palast hat sich im 2. Akt dazu durchgerungen, dem Durchsickern weiterer Gerüchte, die schließlich gar keine waren, ein Ende zu bereiten. Und den Vorhang hinter seiner aufgewärmten Ehe fallen gelassen. Aller guten ( wohl gesagt guten !)  Dinge sollen ja trotzdem Drei sein, nachdem man sich schon einmal getrennt hatte. Wer auch immer die Nächste ist, die Zweimalige oder eine Neue, nur soviel läßt sich schon jetzt voraussagen: Minister Steinbrück wird bestimmt nicht zur Hochzeitsparty geladen

Das Lustspiel: Eine wahre Lust für Al Gore der Friedensnobelpreis. Obwohl seinerzeit eine halbe Million mehr  Stimmen, aber dank brüderlicher Hilfe des Abgeschlagenen weniger Wahlmänner, ist er nun zum zweiten Mal Sieger über den Präsidenten Bush, auch in Umweltfragen stets sein erbitterter Gegner, geblieben.

Übrigens  war das weiterhin keine schlechte Woche für den Preisgekrönten. Google konnte einen Milliardengewinn verbuchen und Al Gore ist mit 30 Mio Dollar einer der größten Aktionäre.

Trotzdem hat ihm der Kreuzzügler der Ölkonzerne doch noch die Show gestohlen.
Das Trauerspiel: Er drohte  mal kurz mit dem Dritten Weltkrieg. Geht denn  da weiter alles Drunter und Drüber im Capitol – Theater? Die sind doch immer noch nicht fertig mit dem Krieg gegen die Chemiewaffen im Irak. Ist ja auch nicht so leicht, wenn sich keine finden lassen und nach UN-Gutachten auch werden.

Die komische Oper: Im >Bolschoi< hört man solche Worte nicht ungern. Der Bass, nein, natürlich der Boss, ließ ein  stimmgewaltigen Solo erklingen. Man habe ganz neue Raketen. Der Waffen – Refrain sozusagen auf das amerikanische Raketenprogramm. Hätte man doch mit den Freundfeinden vorher abstimmen können. Dann eben nicht Gentlemen. Karfscho!!!

Das Bubenstück: Der Exstaatschef arrangierte einen Bombenanschlag anläßlich der Rückkehr von Frau Bhutto auf deren Konvoi. Über Hundert Tote kostete das hinterhältige Feuerwerk gegen die künftige Präsidentin des Landes.

Die Posse: Weil das Vereingte Königreich bekanntlich keines Präsidenten bedarf und schon genug Scherereien mit dem Tories hat, müssen wir mit Klatsch der Londoner Boulevardpresse vorlieb nehmen. Kate, nun doch wieder Superbraut von Thronfolger Nr.2 nach Papa Charles, musste mit zu Hirschjagd, um auf den königlichen Sport schon einmal  eingeschworen zu werden. Nicht nur ein Hinweis auf ihre guten Kartenbei der Treibjagd auf einen der begehrtesten Heiratskandidaten der Welt, sondern auch darauf, dass sie jetzt besser auf ihren eigenen >Hirsch< aufpassen sollte.

Nein, summa summarum, ob Präsidenten oder ersatzweise Königen und Prinzen, Freude machen sie uns allesamt nicht. Selbst Frau Butto hätte als Realistin daran denken müssen, wie sie nicht nur sich, sondern auch ihre Anhänger gefährdete.

Den Vogel, Gott sei Dank noch nicht ihre Raketen, haben allerdings Bush und Putin abgeschossen. Beide sind umso gefährlicher, weil sie notgedrungen nach den Gestzen ihrer Länder kein drittes Mal kandidieren dürfen. Oder basteln sie an einer dritten kriegsbedingten Präsidentenkarriere, wie einst Roosevelt ?

Irgendwo habe ich mal in einem Ratespiel die Frage gehört: > Welche sind die schmutzigsten Leitern ? <

Und die Antwort lautete wohl nicht zu unrecht: > Die Hühner -und Karriereleitern !<

Mit nachdenklichem Grus

Jochen Jocketa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.