Ich darf doch bitten, wer auch immer sich das ausgedacht hat, im Weißen Haus

Eigentlich hatte ich mich noch gar nicht richtig von der Nachricht erholt, dass nach einer Forsa-  Umfrage jeder vierte Deutsche genauso denkt, wie wir es von Eva Herman nicht erhofften, sondern nur als verantwortungslosen Ausrutscher einer Geschichtsnull zu bewerten begannen.

Die Politiker halten sich weiter wetterberichtsgemäß >Vorübergehend bedeckt<. Sie sind mit ihren Hochs und Tiefs beschäftigt. Und auch die Professoren haben nach ein paar lauen von den Medien honorierten Stellungnahmen Anderes zu tun. Sie feiern ihre Einrichtungen als neu ernannte Eliteunis oder ärgern sich, leer ausgegangen zu sein. Es kommt auf dasselbe - nichts raus. Um endlich mal reinen Tisch zu machen und zum Beispiel mit einer Erklärung von 1000 integren Persönlichkeiten eine umnfassende Aufklärung vor allem der jungen Generation einzuleiten.

Das überläßt man den Rechten und damit nicht dem Recht der Geschichte.

Der Dauerzündler Bush rief indessen zu einem  >Fonds für das freiheitliche Kuba< auf,  wenn demnächst Fidel Castro  sich biologisch aus dem amerikanischen Embargo verabschieden muss. Dabei sollte der ja längst in den Roten Jagdgründen sein, falls, ja falls der von einem anderen US-Präsidenten in Auftrag gegebene oder geduldete Giftmordversuch geklappt hätte. Aber schon damals haben die Amis bei ihren sogenannten Freiheitsszenarions gestümpert. Die toten GIs von Vietnam bis Irak und Afghanistan können nicht mehr grüßen.

Man könnte nun fragen, welcher Hornochse im Weißen Haus auf die Idee eines Erpressungsfonds für ein Kuba nach Castro gekommen ist? Aber solche Bezeichnung gehört sich nicht, wo ein deutscher Finanzminister nicht einmal einen  im Vergleich  französischen Minipräsidenten auf erhöhte Ausgaben zu Gunsten seiner Wahlklientel und zu Ungunsten der europäischen Währungsstabilität aufmerksam machen durfte.

Wie redet man aber mit einem amerikanischen Präsidenten, der nur als Feuerzeug der Kriegsverdiener  und Hardliner für das  Wahlteam der Republikaner Furore macht und gleichzeitig Putins ungebrochenem Machstreben zuarbeitet?

Die es bei uns vielleicht könnten, haben  Anderes zu tun. Frau Merkel schlägt sich mit den Gegnern und rückversichernden Kritikastern des Vertriebenendenkmals herum. Herr Beck genießt seinen Triumpf über Münte, der seine Niederlage im Machtkampf mit formalen Forderungen an die Finanzierbarkeit des Arbeitslosengeldes kaschiert. Die Oppositionsparteivorsitzende  Roth nimmt einen Bischof aufs gallegrüne Korn. Ein Mainzer Richter verfängt sich in Nazisymbolen und darf zur vorläufigen Strafe nicht mehr am Zivilgericht arbeiten, sondern nur noch Straftäter vergattern.Vorsicht, Ladendiebe und andere kleine Gauner in der Mainzer Gegend, da könnte einer besonders schlechte Laune haben.  Ein erfolgreiche deutsche Autofamilie startet zum Generalangriff auf gewerkschaftliche Rechte bei Volkswagen. Jetzt, wo die Lustreisen mit den einflußreichen Betriebsräten wegfallen müssen, braucht´man keine Rücksichten mehr zu nehmen.

Und so weiter. Und so leider. Die  makabre Ausbeute einer Internetviertelstunde!  Eine Untersuchungsbehörde setzt noch einen drauf und  teilt mit, dass die deutsche Bürokratie der Wirtschaft im Jahr 30 Milliarden Euro kostet. Kein Wunder, dass die so Geschröpften auf die Preispauke hauen.

Es ist, man kommt ohne die mündliche Literatursprache,nicht mehr aus, zum Kotzen.
Südeuropäer haben bei ähnlichen Frustrationen zum Beispiel im Sportbereich kurzentschlossen ihre Glotzen aus dem Fenster geworfen.

Ihnen, Mister Bush, und den anderen Politikern imponiert Derartiges nicht. Und angesichts der am Vortag veröffentlichen Listen über die horrenden Preiserhöhungen muss ich erst einmal auf einen neuen Computer sparen.

Na, denn bis auf morgen auf dem Display! Vielleicht hat die Antichina-Maffia wieder etwas aus der täglichen Neidküche auf Lager. In Altersheimen verhungerte Patienten, mehr als zehntausend Tote und Verstümmelte durch Kunstfehler in den Krankenhäusern, Hundertausende unter dem Existenzminimum > Lebende<, vergiftete Kindernahrung, Gamelfleisch noch und noch - ach so, das ist ja so geschildert gar nicht in China, sonden in Deutschland passiert. Man wird schon was finden, wozu ist man bibelfest. Suchet …

Also  lassen wir uns überraschen. Viel schlimmer kann es kaum noch kommen, es sei denn, Sie Mr. President, kündigen nach dem Dritten auch noch den Vierten Weltkrieg an

Mit nachdenklichem Gruß
Jochen Jocketa

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