Ich darf doch bitten, Brandstifter aller Art

die nicht nur in  kalifornischen, griechischen und portugiesischen Wäldern Feuer legten

Während die in Actionfilmen supertapferen Superstars die Hosen bzw. Höschen voll haben und vor den Flammen um Hollywood schon mal türmen, zündelt das Weiße Haus Brände anderer Art. Man werkelt an einem neuen Kuba-Konflikt. Man ermuntert die türkischen Generäle zu neuen militärischen Aktionen gegen über den Kurden. Die Hardliner murksen auch weiter im Irak herum. Darfs für ein paar Hundert Millionen Steuergelder auch noch der Iran sein. Für ihren Kreuzzug gegen die nicht gefundenen  irakischen Chemiewaffen  und das Tontaubenschießen ähnliche Durcheinander in Afghanistan haben sie bereits 640 Milliarden Dollar verpulvert. Der Haushaltausschuss des US – Kongresses schätzt die Kriegskosten mittlerweile  bis 2017 auf weit über 2 Billionen US- Dollar.

Ein schöner Batzen, selbst wenn man die Milliardengewinne der Ölmagnaten abzieht. Aber das sind ja getrennte Kassen – die Steuergelder für den Krieg und die im wahrsten Sinne des Wortes sprudelnden Ölgewinne, na für wen wohl? Und man sollte wenigstens noch sagen dürfen, dass der US – President selbst ein millionenschwerer Ölunternehmer ist. Ein Hundsfott, wer da Dialektik betreibt.

Die Öl – und Strompreisepreise steigen weiter.

Nächste Hiobsbotschaft: Wir sind auch die längste Zeit Exportweltmeister gewesen, zumal die Exporte des rot-gelben Riesen 2008 und 2009 jeweils nochmals um zirka 20 Prozent steigen sollen.

Also -sofort Feuerstellung mit allen Dreckschleudern und Miesmacherkanonen beziehen. Feuer frei auf bleifarbene chinesische Produkte und Magnete, die unsere armen Kinderchen verschlucken, auch wenn sich h i n t e r h e r herausstellte, dass diese vom US- Importeur stammten. Hinterher, nachdem Hunderte Millionen Verbraucher diese und andere PR- Kröten der neidischen westlichen Welt geschluckt haben. Und das Trommelfeuer geht weiter. Allen voran die Bushtrommeln.

Was ist schon hinterher? Auf die ersten Salven kommt es bei der Meinungsbildung  an. Wer erinnert sich heute  schon noch  daran, dass es eine US-Provokation war, die im Golf von Tonking die Ausweitung dieses Völkermords auf Kambodscha  einleitete. Hinterher kamen ja noch die Roten Khmer.

Da war man handlungsunfähig, als zwei Millionen Kambodschaner  von den Roten Khmer ermordet wurden und erst die vietnamesischen Kommunisten durch eine Militäraktion  die menschliche Ordnung wiederherstellten. Während die vertriebenen USA sich die Wunden ihrer bis dahin größten politischen und militärischen Niederlage leckten.  Und ihre einst Verbündeten wie später nach dem Ersten Golfkrieg die Kurden schmählich im Stich ließen.  Das  blamable Ende der Überheblichkeit einer Weltmacht. Leider nur für kurze Zeit.

Und immer wieder dieselbe Masche. Niemand hätte wohl etwas dagegen gehabt, wenn man den Feudalherrn Dalai Lama als Privatmann angemessen empfangen hätte, statt ihn zum Gandhi oder Mandela unserer Tage aufzumotzen. Die falschen Aktivitäten können nicht vom  wirklichen   > Drama Lama < ablenken.

Lahmes Programm im Hartz Vier- Geplänkel und was sonst noch, die deutsche Wirtschaft muss für 2008 mit einem erlahmenden Aufschwung rechnen. Nur noch ganz kurze Zeit, es kann sich höchsten um ein paar  Wochen handeln, dann hat China die Bundesrepublik  als Wirtschaftsmacht Nummer Drei in der Welt überholt. Es steht nur noch 2,7 Billionen zu 2,9 Billionen Wirtschaftskraft. Runter vom Treppchen der Selbstzufriedenheit und Arroganz.

Überheblichkeit im Krieg wie im Frieden zahlt sich nie aus. In einer globalen Welt erst recht nicht. Wir sollten also nicht mehr so weiter machen  wie in den letzten Monaten mit psychologisch penetranter Konfrontation, stattdessen die Zeichen der Zeit richtig verstehen. Auch wenn uns ab nächsten Sonntag die Wirtschaftsmacht VR China bis zum ersten Märzwochenende 2008 wieder eine Stunde mehr – also durch sieben Zeitzonen – entfernter scheinen mag.

Mit nachdenklichem Gruss

Jochen Jocketa

Moment mal – fast hätte ich es vergessen: Trotz Abiturvorbereitung ist mein Enkel Jan auf der Suche nach einem guten offiziellen Chinesischunterricht. Was übrigens gar nicht so leicht zu sein scheint. In Oldgermany ist eben noch nicht  oder nicht mehr rund um die politische Uhr China – Time. Jan kann offensichtlich weiter denken als mancher deutscher Politiker unserer hochgelobten Koalitionsregierung, welche derart ungelenk mit den von Herrn Schröder entwickelten Ostbeziehungen umgeht. So umstritten Sommer- und Winterzeit in ihrem wirklichen Nutzen sind, es kommt auf die innere Uhr an, haben die Wissenschaftler endlich herausbekommen. Also alles für die Katz? Aber nicht für den Pandabär. Da können wir uns eine neue Winterzeit gegenüber  der VR China überhaupt nicht erlauben.

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