Herzbeutel, Geldbeutel, Lebenserfahrung

Oktober 15, 2007

Unsere Omi hat gesagt,

man sollte doch mal darüber nachdenken,

…nicht nur PS in Kilowatt umzubennen. Dann sollte man auch Herzenswärme dann nach Kiloherz bezeichnen?

…  weshalb aus  d e n Ehen  die meisten Männer desertieren, in denen die modernen Frauen das Regiment führen;

…  Herman zu Nachforschungen anregen, wieviel Hunderttausenden Müttern durch Hitlers Politik die Familie zerstört wurde;

… dass der Herzbeutel wichtiger als der Geldbeutel ist;

… Faulheit meist der Versuch bedeutet, auf Kosten anderer zu leben;

… ein ständiger Besserwisser zwar gut zu Fuss im Kopf ist, was ihn aber dazu verleitet, ständig nur seinen eugenen Gedanken und Meinungen nachzulaufen;


Die Gesetzlosen

Oktober 5, 2007

Liebe Mutti, lieber Vati…

es müsste mal einer nachsehen, wann unsere schulfreie Kindheit endgültig verloren ging. Das ist auf die Schulpflicht bezogen, schon ein ganzes Stück her.

Die letzten > Holzpantoffelgymnasien<, also in denen alle Schüler einer Dorfschule in einer gemeinsamen Klasse vom einzigen Dorfschullehrer unterrichtet wurden, sind allerding erst nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen worden.

Aber darum geht es mir nicht. Die Geißel der Schüler sind hin und wieder anstrengende Lehrer, von denen nach einer neuestens Umfrage über 30 Prozent selbst zugeben, den gewünschten Beruf verfehlt zu haben. Wirklich aber leiden wir – unter den Schularbeiten.

In zahlreichen Gesetzen und Reformen wurde und wird an der Schulpflicht herumgeändert nach der Devise Misa Pisa.- aber nirgendwo ist bisher ein Gesetz über die Schularbeitenpflicht verkündet worden.

Was die LehrerInnen vormittags nicht schaffen, bekommen für den Nachmittag die wehrlosen Schüler aufgebrummt. Sogar Zensuren sind üblich, verderben uns den Rest von guter Laune. Und wir haben keine Zeit, hm,hm, uns im Haushalt nützlich zu machen.

Da könnten sich doch mal die mächtigen Parteien der Sache annehmen. Denkste ! Denn die Masse der Schüler ist nicht wahlberechtigt. Das lohnt den Aufwand nicht. Aber auch ihr seid doch davon betroffen, wenn ihr >Eure Engelchen> abends nach der Heimkehr vom Beruf manches Mal ermahnen oder sogar zusammenstauchen müsst.

So gesehen, stört dieser gesetzlose Zustand den Familienfrieden nachhaltig.

Euer Kalli


Jetzt ist Omi dran mit Verwöhnen

Oktober 3, 2007

Unsere Omi hat gesagt, sie…

würde gern mal zu einer Freundin verreisen. Sie wären ja auch nicht mehr die Jüngsten und man wisse nie, ob man eine solche Reise bei guter Gesundheit sobald wiederholen könne.

Wenn der Tageslauf ohne die liebe Omi auch schwer vorstellbar ist, getragen von ihrer Umsicht und ihren vielen Uneigennützigkeiten, solllten wir ihr gerade jetzt zeigen, dass sie unbesorgt uns ein paar Tage allein und sich auf die Erledigung nun zusätzliches häuslicher Pflichten verlassen kann.

Gemeinsam zum Bahnhof gebracht, täglich per Telefon nach dem Wohlergehen erkundigt, nicht Grüsse an die Freundin vergessen – gerade nun sind viele solche kleinen Liebesbeweise angebracht.

Hat unsere Omi aber keine Freundin in einer anderen Stadt oder kann mit ihr zusammen keine kleine Ferienreise starten, solllten wir sie einmal zu einem erlebnisreichen Wochenende außerhalb ihrer jetzigen kleinen Welt, die vor allem die unsrige ist, einladen und verwöhnen. Und nicht erst auf runden Geburtstag warten.